Das Konzept der Motivierenden Gesprächsführung wurde von William Miller und Stephen Rollnick basierend auf dem Veränderungsmodell von James O. Prochaska und Carlo DiClemente für die Beratung von Menschen mit Suchtproblemen entwickelt. Es handelt sich um ein zielgerichtetes, klientenzentriertes Beratungskonzept zur Lösung uneindeutiger (ambivalenter) Einstellungen gegenüber Verhaltensänderungen. Der Betroffene wird als selbstverantwortlich behandelt und es gilt, ihn auf seinem Weg ohne Einflussnahme oder Machtausübung zu begleiten. Im Zentrum der Motivierenden Gesprächsführung stehen aktives Zuhören, Wertschätzung und Akzeptanz des inneren Zwiespalts und die Unterstützung des Betroffenen in seinem Selbstvertrauen und in seiner Motivation zu einer Verhaltensänderung. Motivierende Gesprächsführung eignet sich zur Beratung bei Alkohol-, Nikotin-, Medikamenten- und Drogenproblemen, sowie bei Risikoverhalten.