Ein Hoch oder Tief kennt jeder mal. Wenn sich dieser Stimmungszustand jedoch nicht über längere Zeit ändert und die Lebensqualität massiv beeinträchtigt, kann eine Depression vorliegen.

Depressionen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Betroffene sich niedergeschlagen fühlt, viel grübelt, sich erschöpft fühlt, keine Freude mehr hat und seinen Interessen nicht mehr nachgeht. Auch das Denken verändert sich. Der Betroffene leidet unter Schuldgefühlen oder fühlt sich wertlos. Es kann zu Konzentrationsschwierigkeiten kommen, es wird vieles vergessen oder es fällt schwer Entscheidungen zu treffen. Der Betroffene sieht seine Zukunft schwarz. Dies kann bis zum Suizid führen. Eine Depression kann sich auch körperlich bemerkbar machen. Der Betroffene verliert sein sexuelles Interesse, es entsteht eine innere Unruhe, der Appetit verändert sich und es kommt zu Schlafstörungen oder einem morgendlichen Früherwachen.

Depressionen können als einzelne Episoden, wiederholte Episoden (rezidivierend) oder zusammen mit Manien als sogenannte Bipolare Störungen auftreten. Chronische leichte depressive Symptome sind kennzeichnend für eine Dysthymia. Wenn über mindestens zwei Jahre leichte depressive und hypomanische Phasen auftreten, wird das Zyklothymia genannt.
Depressionen sind relativ häufig. Untersuchungen gehen davon aus, dass zwischen 5-18% in der Bevölkerung mind. einmal im Leben daran leiden. Von bipolaren Störungen sind ungefähr 2% der Bevölkerung betroffen.

Therapiemöglichkeiten:
Es gibt eine Vielzahl an wirksamen Therapiemöglichkeiten, aus denen ein individueller Behandlungsplan erstellt werden kann. Hierbei können die kognitive Verhaltenstherapie, Interpersonelle Psychotherapie, Schematherapie, Selbstsicherheitstraining, Stressbewältigungstraining, Achtsamkeitstraining, das Cognitive Behavioural Analysis System of Psychotherapy und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) zum Tragen kommen.