Kennen Sie folgende Probleme von sich?

  • Leiden Sie unter Konzentrationsschwierigkeiten und geben schnell auf?
  • Machen Sie viele Flüchtigkeitsfehler, achten wenig auf Sorgfalt und Details?
  • Fällt es Ihnen schwer, anderen zuzuhören, wenn diese länger reden?
  • Verlegen, verschusseln und vergessen Sie Alltagsgegenstände oder Termine?
  • Können Sie schlecht still sitzen und werden dabei innerlich unruhig?
  • Bewegen Sie ständig Stifte oder andere Gegenstände in Ihren Händen oder wippen mit den Füßen?
  • Platzen Sie mit Antworten oder Erläuterungen heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt wurde?
  • Machen Sie häufig Dinge, ohne die Konsequenzen zu bedenken?

Beeinträchtigte Aufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität können auch im Erwachsenenalter auf eine Hyperkinetische Störung hinweisen (auch bezeichnet als Aufmerksamkeit-Defizit und Hyperaktivitäts-Syndrom). Für die Diagnostik ist relevant, ob Sie schon vor dem 7. Lebensjahr unter den o.g. Symptomen gelitten haben und ob diese in mehr als einem Bereich auftreten. Ist dies der Fall, kann es sein, dass die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter eine Erklärung und einen erfolgversprechenden Ansatzpunkt zur Veränderung bietet.

Therapiemöglichkeiten:

Die Methode der Wahl bei ADHS im Erwachsenenalter ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit störungsspezifischen Elementen, z.B. das Manual zur Psychotherapie der ADHS im Erwachsenenalter von Hesslinger und Kollegen (2004). Es kommen Strategien des strukturierten Problemlösens zum Einsatz sowie Strategien zur Erhöhung der Selbstkontrolle und des Selbstmanagements sowie Therapieprinzipien der Dialektisch-Behavioralen-Therapie nach M. Linehan und das Erlernen von Entspannungsverfahren. Eine medikamentöse Behandlung der Aufmerksamkeit oder Impulsivität kann in manchen Fällen angezeigt sein. Mit dem ADHS einhergehende Probleme (z.B. Depression, Ängste, Süchte, Selbstwertproblematik) sollten ebenfalls in den Behandlungsplan aufgenommen werden.